Samstag, 23. März 2013

Rezension: "Timeless" - Alexandra Monir


 Es erschien ihr unvorstellbar, dass ihre Zeitreisen die Geschichte so stark beeinflusst haben sollten - die Geschichte anderer und ihre eigene -, aber das hatten sie. Allmählich hatte sie das Gefühl, als würden alle Zeitperioden zusammenfallen, wie die Schichten einer Torte. Unter ihr lagen frühere Zeitspannen, die sich immer wiederholten, und über ihr war die Zukunft. Und aus unerfindlichen Gründen war sie auserwählt worden, zwischen den Zeilen zu wandern.
[S. 304 f.]

Freitag, 22. März 2013

Rezension: "Renegade - Tiefenrausch" - J. A. Souders

 
Die Gier hat die Seelen der Menschen vergiftet.
Die Oberflächenbewohner haben zerstört,
was einst wunderschön war, und es in eine schaurige
Version dessen verwandelt, was sie Frieden nennen.
Aber hier unten haben wir wahrhaftigen Frieden.
Es wird weder Angst geben noch Krankheit,
Hunger, Hass oder Habgier. Wir haben uns
eine Utopia erschaffen. Und es ist wundervoll.
- Mutter, Auszug aus ihrer Gründungsansprache
[S. 222]

Freitag, 15. März 2013

Rezension: "Für immer die Seele" - Cynthia J. Omololu


"[...] du bist dabei, eine von uns zu werden." Ich schaue in sein Gesicht, suche Hinweise dafür, dass er lügt. Ich hoffe auf ein Lidzucken oder einen verstohlenen Seitenblick, der ihn verrät und mir sagt, dass das nicht wahr ist. Dass Menschen nicht wiedergeboren werden und dass meine Visionen keine Rückblicke in irgendwelche früheren Leben sind. Aber ich entdecke keine Anzeichen. Er sagt die Wahrheit. Oder das, was er für die Wahrheit hält. "Wen meinst du mit >uns< ?" "Akhet", sagt er und schaut mir direkt in die Augen. "Du bist dabei, eine Akhet zu werden."
[S. 111]

Mittwoch, 13. März 2013

Rezension: "Der Mann, der den Regen träumt" - Ali Shaw



 Finns Augen waren geschlossen, ihre offen. Dann, nach etwa einer Minute, öffnete auch er seine und sie blickte direkt in ihre sturmgepeitschten Tiefen. Elsa versank im unvollkommenden Rund seiner Pupillen, die wie das Zentrum eines Labyrinths waren, auf das sie seit langer Zeit zuirrte.

[S. 126]


Dienstag, 12. März 2013

Rezension: "Du oder der Rest der Welt" - Simone Elkeles


 Carlos lässt sich durch das Fenster gleiten. "Wenn er wirklich so fantastisch küsst, wie du behauptest, warum sehe ich euch dann nie rumknutschen?" "Wir küssen uns ständig." Ich räuspere mich und füge hinzu: "Wir tun es bloß... wenn wir alleine sind." Er sieht unerträglich selbstgefällig aus, als er sagt: "Das kaufe ich dir nicht eine Sekunde ab. Denn wenn du meine Freundin wärst und ein Hengst wie ich bei dir im Haus wohnen würde, würde ich dich, so oft es geht, direkt vor seinen Augen küssen." "Wieso denn das?" "Um ihn daran zu erinnern, dass du mir gehörst."
[S. 196]


Montag, 11. März 2013

Rezension: "Ich werde immer da sein, wo du auch bist" - Nina LaCour


 So sehe ich aus: eine fast Siebzehnjährige [...] Kleiner Mund ohne Lipgloss, ohne Lächeln. Große, ungeschützte, braune Augen, hellwach, trotz einer Reihe von schlaflosen Nächten. Ein Gesichtsausdruck, den man schlecht definieren kann - teils Sehnsucht, teils Trauer, teils Hoffnung.
[S. 311 f.]

 

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